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DMEA 2026: KI trifft Interoperabilität

Marius Knorr, Nils Schweingruber, Laura Weiss, Anton von Heyking

25. April 2026
DMEA 2026: KI trifft Interoperabilität

Die DMEA ist vorbei. Vier Tage Berlin, 900 Aussteller, über 20.500 Besucher. Europas größte Digitalgesundheitsmesse. Wir waren mit dem Team vor Ort: Marius Knorr, Anton von Heyking, Laura Weiss und Nils Schweingruber.

Marius auf Stage 6.2

Am 21. April hat Marius Knorr, AI Research Scientist bei IDM, in Halle 6.2 gesprochen. Titel: KI trifft Interoperabilität. Es ging um die Frage, an welcher Stelle sich KI im Krankenhaus tatsächlich entscheidet.

Die Kernthese war einfach. Interoperabilität ist kein technisches Randthema. Sie ist die Voraussetzung. Systeme, die nicht miteinander reden, können auch nicht gemeinsam denken. Wer die Brücken zwischen KIS, RIS, PACS und LIS baut, baut die Infrastruktur für die nächste Generation klinischer Anwendungen. Genau hier setzen KI-Agenten an.

Marius ist Arzt und AI Researcher in der IDM. Diese Mischung macht den Unterschied. Wer den Stationsalltag von innen kennt, baut andere KI und Software.

Marius Knorr auf Stage 6.2 der DMEA 2026

Vor dem Vortrag

Halle voll, Licht runter, DMEA-Logo in pink über der Bühne. Vor jedem Vortrag der gleiche Ablauf. Slides ein letztes Mal durchgehen, dann nach vorn.

Das IDM-Team im Publikum vor dem Vortrag Anton von Heyking, Laura Weiss und Marius Knorr in der Kaffeepause

Drei Tage Gespräche

Neben dem Vortrag: Klinik-IT-Leitungen, Krankenhausgeschäftsführungen, Forschende, Wettbewerber. Vier Tage Stehkaffee, schnelle Termine, lange Abendgespräche. Wir haben in keinem Gespräch mehr die Frage gehört, ob ein Krankenhaus KI braucht. Diskutiert wird, welche Modelle eingesetzt werden sollen, auf welcher Infrastruktur und mit welchen Daten.

Unsere Position war jedes Mal die gleiche.

  • Eigene Modelle, in Deutschland trainiert.
  • Eigene GPU-Infrastruktur am UKE.
  • Keine Patientendaten in amerikanischen Clouds.
  • Vertikal integriert vom Cluster bis zur klinischen Anwendung.
Vor dem Eingang der Messe Berlin zur DMEA 2026 Auf dem Weg zwischen den Hallen Berlin am Abend nach dem Messetag

Was bleibt

ORPHEUS ist offene medizinische Spracherkennung. Egal welches KIS, welches PVS, welches Mikrofon: ORPHEUS funktioniert. Keine proprietäre Hardware, keine Single-Vendor-Falle. Über 30 Kliniken im Tagesbetrieb, trainiert auf über zehn Jahren klinischem Audio.

ARGO 2.0 hat Marius live auf der Bühne gezeigt. Darunter ein FHIR-Agent, der bereits heute eigenständig Arztbriefe schreibt, produktiv am UKE im Einsatz. Dieses Jahr bringen wir ARGO zu einem unserer größten Referenzkunden. Mehr dazu in Kürze.

Die DMEA bestätigt jedes Jahr denselben Trend. Der Druck, Versprechen einzulösen, steigt. Die Geduld mit Slideware sinkt. Wir zeigen keine Mockups. Was wir vorführen, läuft live in Kliniken. Genau deshalb fahren wir nach Berlin.

Wer mit uns konkret reden möchte, ob über Spracherkennung, klinisches LLM oder eigene KI-Infrastruktur, schreibt an hallo@idmedizin.de. Wir kommen auch in die Klinik.